Worauf kommt es bei einer Seilwinde an?

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Worauf kommt es bei einer Seilwinde an?

Seilwinde Offroad

Auswahl der richtigen Seilwinde

Wer einmal mit seinem Geländewagen im Schlamm stecken blieb, weiß den Nutzen einer Seilwinde zu schätzen. Zwar wird eine Seilwinde im Durchschnittshaushalt seltener benötigt, doch in der Forstwirtschaft und Industrie kommt sie täglich zum Einsatz.

Um ein Fahrzeug wieder flott zu machen, ist die Seilwinde unersetzbar. Umgefallene Baumstämme und andere Gegenstände, welche die Fahrbahn versperren, können dank der Seilwinde relativ leicht beiseite geräumt werden. Die Seilwinde kann hinten oder vorne an der Stoßstange verbaut werden. Nun Ausschlaggebend ist immer der Zweck, für den sie benötigt wird. Eine integrierte Seilwinde ist unauffällig und das Seil lässt sich gut hinter dem Nummernschild verbergen.

Die Winde für die Arbeit im Wald


Im Forstwirtschaft und Industrie ist die richtige Anwendung der Winde wesentlich und muss zur Unfallverhütung dringend beachtet werden. Auch die Größe der Seilwinde ist für den Erfolg der Aufgabe entscheidend. Der Markt bietet verschiedene Varianten an Winden, die sich vor allem in ihrer Zugkraft unterscheiden. Seilwinden in der Forstwirtschaft sind für das Holzrücken bestimmt. Eine Winde in diesem Sektor besteht aus einem geschweißten Metallgestell, der Hauptwelle, einem Kettenrad mit Kupplung, einer Trommel inklusive Drahtseil sowie Bremse und Umlenkrolle. Mithilfe des Drahtseils wird das Holz nun möglichst nahe an das Polterschild gezogen. Der Arbeiter hängt den Baumstamm mit Ketten an die Nuten des Windengestells. So kann das Holz zur gewünschten Stelle transportiert werden. Für durchschnittliche Waldarbeiten sind Seilwinden mit 5-6 t Zugkraft ausreichend. Andere schwere Gegenstände werden nach dem gleichen Prinzip transportiert. Es gibt Winden mit sehr unterschiedlicher Zugkraft. Pro Tonne Zugkraft geht man von etwa 10 kW Motorleistung aus. Maßgeblich für die Leistung ist allerdings das Eigengewicht des Traktors.

Auf Qualität beim Seilwickelverhalten achten


Die teuerste Seilwinde taugt nichts, wenn sie unsauber auf- und abwickelt. Dabei muss man auf das Verhältnis der Seiltrommelbreite zum Abstand zwischen Seiltrommel und oberer Umlenkrolle achten. Bei größerem Abstand wird normalerweise auch besser gewickelt. Das Seil der Winde darf nur im gespannten Zustand aufgewickelt werden. Eine zusätzliche Spulhilfe kann bei unsauberem Wickeln Abhilfe schaffen. Käufer müssen auch auf die Mindestbruchkraft des Seiles achten. Sie darf nicht kleiner sein als die doppelte maximale Windenzugkraft. Eine funkgesteuerte Winde kann 20-30 Prozent mehr Arbeitsleistung bringen, rechnet sie aber in der Regel erst ab 50 Betriebsstunden jährlich. Ergonomisch und sicherheitstechnisch betrachtet hat eine Winde bereits vom ersten Tag an großen Nutzen.


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